← Zurück zur Übersicht

Müttergenesung: Mehr Anerkennung für 117 Milliarden Stunden pro Jahr

02.10.2026
Bildquelle: KI generiertes Bild

Stuttgart (epd). Zur “Woche der Gesundheit” vom 28. September bis 4. Oktober führt das Müttergenesungswerk die Jahreskampagne “Mütter auf die Eins” durch. “Wir möchten den gesellschaftlichen und politischen Blick auf die Sorgearbeit leistenden Mütter, Väter und Pflegenden Angehörigen lenken”, sagte Andrea Boyer, Geschäftsführerin der Evangelischen Müttergenesung Württemberg, am Donnerstag in Stuttgart. “Die Belastung durch Carearbeit in den Familien ist enorm hoch.” Die gesundheitlichen Folgen kenne sie aus den Kliniken und aus der Arbeit der kooperierenden Kurberatungsstellen.

Sie setze sich dafür ein, dass die Sorgearbeit mehr Anerkennung erfahre und bei politischen Entscheidungen stärker berücksichtigt werde, sagte Boyer. Der gesetzliche Anspruch auf die nötigen Gesundheitsleistungen müsse langfristig sichergestellt werden. Die gemeinnützigen Vorsorge- und Rehakliniken im Müttergenesungswerk müssten eine auskömmliche Finanzierung erhalten, ebenso die Kurberatungsstellen.

“Care-Manifest” mit sieben Handlungsfeldern

In einem “Care-Manifest” beschreibt das Müttergenesungswerk sieben nötige politische Weichenstellungen. Laut diesem werden in Deutschland im Jahr 117 Milliarden Stunden Sorgearbeit geleistet. Frauen leisten dabei täglich 79 Minuten mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer. Diese Arbeit müsse gesellschaftlich und politisch anerkannt werden. Jede vierte Mutter in Deutschland benötige eine stationäre medizinische Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme. Weil die Kapazitäten nicht ausreichen, gebe es Wartezeiten von bis zu einem Jahr. (2446/24.09.2026)

Der oben stehende Beitrag ist Teil des Angebotes epd aktuell. Er dient allein zur persönlichen Information, die Rechte liegen beim Evangelischen Pressedienst epd. Die kostenpflichtige Website erreichen Sie unter https://aktuell.epd.de.

Symbol: Fragezeichen

Häufig gestellte Fragen

Was muss ich tun, um eine Kur zu beantragen? Wann ist die Anreise? Wie sind die Betreuungszeiten der Kinderbetreuung? Bekomme ich eine Bescheinigung für meinen Arbeitgeber und die Schule? Diese und weitere Fragen beantworten wir Ihnen hier: